Wozu eignet sich Nachtstrom?

Nachtstrom wird in der Nacht erzeugt, wenn nur wenig Strom aus dem Stromnetz entnommen wird und die Kraftwerke weniger ausgelastet sind. Die Stromanbieter bieten Nachtstrom daher zu günstigeren Preisen an. Der Nachtstrom wird meist nur von den örtlichen Grundversorgern geliefert, denn andere Stromanbieter müssten eine Durchleitungsgebühr bezahlen. Die Preise für Nachtstrom sind inzwischen gestiegen. Die meisten Stromanbieter weisen nicht gesondert darauf hin, dass sie Nachtstrom anbieten. Wer Nachtstrom nutzen möchte, kann auf der Internetseite vergleichstromanbieter.net einen Anbietervergleich durchführen und einen Anbieter auswählen. Will man Nachtstrom nutzen, sollte man beim Anbieter nachfragen.

Will man Nachtstrom nutzen, muss eine gesonderte Abrechnung erfolgen. Dazu muss ein separater Nachtstromzähler oder ein Zweitarifzähler eingebaut werden.

In den 1970er Jahren waren Elektrospeicherheizungen, die sogenannten Nachtspeicheröfen, im Kommen und wurden staatlich gefördert. Diese Nachtspeicheröfen werden mit Nachtstrom eingespeist und geben am Tage Wärme ab. Reicht die in der Nacht gespeicherte Wärme nicht aus, muss eine Vereinbarung mit dem Stromanbieter getroffen werden, dass zusätzlich eine Nachladung am Tage erfolgt. Die Bundesregierung hat im Jahre 2008 das Ende der Nachtspeicherheizungen beschlossen. Bis zum Jahre 2019 müssen die klimaschädlichen Nachtspeicherheizungen durch eine effizientere Heizung ausgetauscht werden. Davon sind jedoch nur Hauseigentümer betroffen, deren Häuser über mehr als fünf Wohnungen verfügen. Gegenwärtig werden Nachtspeicherheizungen noch etwa in 2 Millionen Haushalten genutzt, die Tendenz ist rückläufig. Da die Preise für Nachtstrom in den letzten Jahren stark gestiegen sind, lohnt sich die Nutzung von Nachtstrom kaum noch, denn Nachtspeicherheizungen sind teuer und uneffizient geworden. Durch die Umwandlung der Elektroenergie in Wärmeenergie kommt es zu einem hohen Energieverlust. Um mit einer Nachtspeicherheizung dieselbe Raumtemperatur wie mit einer modernen Heizung zu erzielen, muss mehr geheizt werden. Nachtspeicherheizungen und die Nutzung von Nachtstrom sind daher ein Auslaufmodell.

Wer einen separaten Nachtstromzähler oder einen Zweitarifzähler besitzt, kann eine Waschmaschine in den Nachtstunden betreiben, um mit der Nutzung von Nachtstrom zu sparen.

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